Archiv für Oktober 2014

Besuch des Abgeordnetenhauses von Berlin

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Das Abgeordnetenhaus von Berlin ist der Tagungsort des Berliner Parlaments. Es befindet sich im Gebäude des ehemaligen Preußischen Landtags im Bezirk Mitte.

Das Gebäude des Preuß. Abgeordnetenhauses, aus dem nach Begründung der parlamentarischen Demo-kratie 1918 der Preußische Landtag wurde, entstand 1892-99 nach Plänen des Architekten Friedrich Schulze an der damaligen Prinz-Albrecht-Straße. Am 13. März 1919 trat hier erstmals die Preußische Landesversammlung zusammen, am 10. März 1921 konstituierte sich der erste nach der neuen Verfassung gewählte Landtag. Während der nationalsozialistischen Herrschaft wurde der Preußische Landtag als Institution abgeschafft und als Gebäude umgewidmet.

Nach seiner Beschädigung im II. Weltkrieg und seinem Wiederaufbau ab 1947 diente das unmittelbar an der Sektorengrenze gelegene Gebäude unter Otto Grotewohl als Regierungssitz. 1953 übernahm das Landwirtschaftsministerium, nach dem Mauerbau die Staatliche Plankommission das Haus. Am 25. Oktober 1990 beschloss das Abgeordnetenhaus einstimmig, das historische Gebäude seiner ursprünglichen Bestimmung gemäß als Parlamentsgebäude zu nutzen.

Dieses Gebäude besuchten insgesamt 14 Personen des Fördervereins zusammen mit vier weiteren Gästen am Dienstag, dem 30.September 2014.

Zuerst sahen wir, nach einer Einführung durch eine sehr kompetente Stadtführerin, einen Film mit lebendigen Szenen aus der wechselvollen Geschichte des Hauses. Anschließend wurde uns die Wandelhalle mit den Türen für den „Hammelsprung“ gezeigt und wir besuchten den Plenarsaal. Wir erfuhren viel über die Sitzordnung der Abgeordneten und den Ablauf von Plenarsitzungen. Von den drei dort präsentierten Fahnen imponiert mir die Berliner Fahne mit dem Bären ohne Krallen, Zähne und Zunge am meisten. Sie ist zwar nicht mehr aktuell, sollte nach Beendigung des 2. Weltkrieges symbolisieren, dass nie wieder ein Angriff von Deutschland ausgehen würde.

Nach der Führung stellten sich diese drei Abgeordneten (weiblich) aus der Fraktion der CDU, den Grünen und der Linken zum Gespräch zur Verfügung:

Frau Bentele von der CDU/ Frau Kofbinger von den Grünen und Frau Dr.Schmidt von der Linken

 

 

 

 

 

 

 

Eine Fraktion ist eine Vereinigung von Mitgliedern des Abgeordnetenhauses, die sich zusammenschließen, um gemeinsame politische Ziele zu formulieren und durchzusetzen. In der Regel sind sie Mitglieder derselben Partei oder von derselben Partei als Kandidatinnen und Kandidaten aufgestellt worden. In einer Fraktion tauschen die Abgeordneten untereinander Informationen aus, diskutieren die aktuellen Probleme und einigen sich auf eine gemeinsame Meinungslinie, die dann geschlossen im Plenum vertreten wird. Das hat zum Vorteil, dass dann nur noch über die Vorschläge der einzelnen Fraktionen beraten und abgestimmt wird.

Was unsere Fragen waren? An eine ganze Reihe erinnere ich mich, einige stelle ich mit Antwort vor, andere nur als eben eine Frage:

Frage: Ist das Berliner Abgeordnetenhaus ein Halbtagsparlament, d.h. sind die Angeordneten hier nur halbtags beschäftigt:

Antwort: Was die Definition angeht, ist es eine Halbtagsstelle, die wir hier haben. De facto arbeiten hier fast alle mit vollem Einsatz (50 bis 60 Stunden in der Woche). Nur in der CDU gibt es einige Männer (Anwälte o.ä.), die neben dem Deputat ihrem Beruf nachgehen.

Frage: Wie viele Abgeordnete mit Migrationshintergrund gibt es in Ihrer Fraktion?

Antwort: (Ich rekonstruiere die Antworten, und zwar  –anhand der Namen- auf der Liste im Internet: Bei den Grünen gibt es 6 Personen mit Migrationshintergrund, bei den Linken 2, bei der CDU keinen.)

Weitere Frage: Wie stehen Sie zur direkten Volksbeteiligung?

Antwort: Grüne und Linke sind dafür, die CDU sieht darin ein Verhinderungswerkzeug von Entwicklung und Veränderung. Die repräsentative Demokratie sollte erhalten bleiben.

(Hier hätte ich mir eine intensivere Diskussion gewünscht!

Aber diese Diskrepanz hatte auch etwas für sich: Wir konnten beobachten, dass Menschen trotz gegenteiliger Meinung respektvoll miteinander umgehen!)

Einige weitere Fragen beschäftigten sich mit der Reinigung der Büroräume hier und somit  mit den Sorgen unserer Eltern im Hinblick auf genau diese Frage: in Bezug auf die Schule: Wer kann dafür sorgen, dass die Schule besser gereinigt wird?

Hier müssen wir den Abgeordneten Berlins zugestehen, dass sie für die Reinigung der Schulen nicht verantwortlich sein können, das ist Bezirkssache. Aber das Geld kommt vom Abgeordnetenhaus, der Bezirk selber erwirtschaftet kein Geld, er verteilt es. (Und hat natürlich nie genug für alles

Doch auch hier wurden die unterschiedlichen Sichtweisen der Fraktionen deutlich. Sie begannen nämlich sich zu streiten, ob und wenn dann doch oder doch nicht, warum eben die Bezirke das zugesagte Mehr an Geldern nicht erhalten haben (oder doch?)

 Weiterhin gab es eine Frage nach der Einstellung der Parteien zum Nebeneinander von Sekundarschule und Gymnasium, festgemacht an der großen Zahl der Gymnasialabbrecher nach dem 7. Schuljahr.

Die Antwort wurde –erwartungsgemäß- kontrovers zwischen der CDU und den anderen beiden Parteien beantwortet.

Wie die Teilnehmer diese Veranstaltung beurteilen?

Alle waren beeindruckt vom Gebäude, von dessen Geschichte, von der Führung und einfach vom Einblick, der uns in den Alltag unserer Volksvertreter (auf Landesebene: Berlin ist ein Bundesland!!!) gewährt wurde.

Wir konnten aber auch feststellen, dass manche Antworten sehr ausführlich (Selbstdarstellung, Politikersprech  ?) ausfielen und trotzdem waren wir beeindruckt davon, dass die drei uns doch viel Zeit und Aufmerksamkeit gewidmet haben.

Einen wunderbaren Vorschlag möchte ich unterbreiten:

„Wir sollten den Abgeordneten Fragen stellen und dann raten, welcher Partei sie angehören.

Ich selber denke aber auch, wir hätten vorher genauer absprechen sollen, welche Fragen wir stellen.

Vielleicht beim nächsten Mal, beim Besuch im Bundes

Stg. 2.5 im kleinen Atelier

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Dabei waren, auch wenn man sie hier nur ahnen kann, Jade, Johanna, Cem und Atilla.

Ja, und wo stehen sie? Sie stehen am Denkmal vor dem Hauptbahnhof. Ich wusste gar nicht, dass es dieses Denkmal, in dem Trümmerteile aus der Zeit vor dem Mauerfall zu sehen sind. Dieses Denkmal fiel uns auf, als wir auf dem Weg in “das kleine Atelier” waren. Dort waren wir zu einem Workshop angemeldet.

Das Thema war „Farben selber machen“ und natürlich damit malen.

Das Ausgangsmaterial war ein Ei, ja, wirklich ein Ei, das wir in ein Glas mit Schraubdeckel beförderten und dann 10 Minuten (in Worten zehn!! Minuten) schütteln mussten.

Robert, den ihr hier hinter Jade und Johanna sehr, übernahm die Schüttelei, wenn jemand schwächelte. Ich glaube, Jade und Johanna kamen auf sein Angebot zurück, die Jungen Atilla und Cem wohl nicht, oder? In das Gemisch kam dann auch noch Leinöl (wieder war Schütteln angesagt!!) und dann konnte es losgehen:

 

 

 

 

 

 

 

Auf der Glasplatte, die für jeweils zwei Personen auf dem Tisch lag wurde ein Farbhäufchen (Pulver in schönsten Farben) aufgebracht, in der Mitte eine Vertiefung gestaltet und da hinein kam ein kleiner Teil des Gemischs mit einer Pipette. Dann musste mit viel Geduld beides vermischt werden. Anschließend konnte gemalt werden. Die unterschiedlichen Farben konnten wir miteinander tauschen oder aber immer wieder neue anmischen. Perfekt vorbereitet waren die Staffeleien: Zuerst konnten wir mehrere DIN A 4 Blätter gestalten, dann ein DIN A 3 Blatt und zum Schluss tatsächlich eine Leinwand.

 

Der 2. Teil unseres Tages fand natürlich in Lankwitz statt: Man kann es kaum glauben, aber Atilla schaffte es wirklich bei 13 Grad Wassertemperatur sich richtig lange im Pool zu vergnügen. Jade war auch im Badesachen, traute sich ganz kurz ins Wasser, war aber lieber

 

 

 

 

 

 

 

auf der Luftmatratze und beschloss –klugerweise- sich umzuziehen.

Alle hatten am meisten Spaß mit den Wasserpistolen, wie man auf den Fotos sehen kann:

 

 

 

 

 

 

 

Johanna war zum Schluss so nass, als wäre sie in den Pool gefallen.

Viele weitere Fotos, vor allem von Atilla, findet ihr unter http://gallery.schule-im-blick.de/