Archiv für Juni 2010

Altersmischung -auch Jül- was bringt das?

Dienstag, 29. Juni 2010

Immer wieder wird die Schulanfangsphase als mit verursachend am Problem der Zweitklässler benannt. Vielleicht liegt es an der Halbherzigkeit, dass es eben nur zwei Jahrgänge sind, die gemeinsm arbeiten?

Wie lange hat denn ein Schulanfänger, der im Vorschulalter nicht oder wenig gefördert wurde, Zeit nachzulernen? Im ersten Jahr passt er sich dem Schulleben an, im 2. Jahr soll er schon alles nachgeholt haben und dann im 3. Schuljahr mit all den anderen Drittklässler in neuer Formation jetzt wieder auf gleicher Jahrgangsstufe in althergebrachten Sinn arbeiten.

In einer Dreierkombination hat jeder Schüler deutlich mehr Zeit sich zu entwickeln und nach zu lernen (in Ruhe). Es gibt von jeder Altersstufe eben nur 8 bzw. 9 Schüler. Die Entscheidung über den Wechsel in die obere Gruppierung fällt erst nach 2 vollen Jahren und kann sogar korrigiert werden im dritten Jahr. Entwicklungssprünge sind doch so ungewöhnlich nicht: Man spricht ja auch davon, dass “der Knoten geplatzt” sei.

Also schaut hin, ob nicht die Altersmischung von drei Jahrgängen “das Gelbe im Ei” ist. Petersen hat dieses Phänomen sorgfältig erforscht und diese Erkenntnis gewonnen.